Kill Ugly Radio!

August 2nd, 2008

Wenn die Musik der Welt ein großes Zimmer ist, dann ist
Radio hören so, als ob man die Tür zu dem Zimmer nur
einen winzigen Spalt öffnet und mit einem Auge hinein
sieht!

Sheik Yerbouti – in the year of the plague…

Januar 2nd, 2008

Silvester 2007 – Zeit für die große Abrechnung? Zeit zur Besinnung? Gute Vorsätze? Quo vadis-Fragen im Kopf? Eigentlich nicht, oder vielleicht doch??? Auf alle Fälle Zeit ein Fazit zu ziehen, ein Fazit zum verstrichenen Jubliäumsjahr von SHEIK YERBOUTI. 15 Jahre unterwegs in Sachen Frank Zappa. Was war also los im Jahr 2007?

Getreu dem Motto “music is the best”, fangen wir mit dem Wichtigsten an, der Musik. Auch 2007 hat uns wieder viele schöne Momente mit Zappa-Fans, Sheik-Yerbouti-Fans, Musikerkollegen und Menschen vor und hinter der Bühne beschert. Da gab es, zuerst zu nennen, unser 15-jähriges Bühnenjubiläum am 31.10.2007 im Café Hahn. Dann die Einweihung der Frank-Zappa-Strasse in Berlin im Juli und unser Doppelkonzert mit den “Muffin Men”. Nicht zu vergessen die vielen anderen Konzerte…

Dann natürlich nicht unser erster Kontakt “auf Augenhöhe” mit Gail Zappa herself. Der “blaue Brief” vom “Zappa Family Trust” (ZFT) erreichte uns im Frühjahr. “Cease & Desist” heißt das im global gültigen Juristenenglisch. Recherchen durch einen Fachanwalt und eine schriftliche Antwort (natürlich in Englisch) nach L.A unsererseits folgten. Seither Funkstille. Kurz vor Weihnachten dann die erste Klage des ZFT auf deutschem Boden. Die Arf Society e.V. (Deutscher Zappa-Fanclub) muss sich vor Gericht mit Fragen des Urheberrechts um des Frankes Schnauzbart und ähnliche Haarspaltereien streiten. Es geht um viel Geld für den ZFT und ums Prinzip für den Verein und die Fans. Weltweite Aufregung um die Klagewelle im weltweiten Netz – leider mit den, in solchen Diskussionen unvermeidbaren, Selbstdarstellern und Trittbrettfahrern. Solidaritätsbekundungen und “Secret Word”-Einsatz bei unseren Konzerten landauf, landab. Die Anteilnahme ist groß, der Tenor eindeutig. “Give the people what they want!”

Und dann noch Zappas Erstgeborener, der sich in diesem Jahr mit Ray White (vocals, guitar) als Gallionsfigur zierte. Waren die Hallen jetzt halb voll oder halb leer? Das darf jeder für sich entscheiden. Was bleibt sind zweifelhafte Eindrücke eines teilweise lustlos dargebotenen Konzertes (Jahrhunderthalle, Frankfurt Hoechst), technisch brilliant und emotional tiefgefroren. Ein Gänsehautmoment blieb dennoch haften. Frank, der Übervater erscheint mehrfach auf der Videoleinwand und zeigt, nicht nur in Quadratmetern wahre Größe. In “Muffin Man” aus dem Film “Baby Snakes” zum Schluß des Konzertes wir Dweezil von Darbietung, Präsenz, Charisma und Charme seines Vaters – selbst aus der Konserve – mit Links niedergemacht. Welche Last dieses Erbe sein muss? Hätte ja nicht… – aber lassen wir das!

Was also wird das Jahr 2008 also bringen? Sheik Yerbouti werden auch in 2008 das tun, was sie in den 15 Jahren davor gemacht haben. “Music is the best…” – darum geht es. Konzerte, den ein oder anderen Gast dabei, wahrscheinlich ein neues Album. Mit Spannung werden wir natürlich auch den Verlauf des Prozesses um die Arf Society beobachten. Und wir halten die Daumen im Sinne von Fans und Verein, dass dem Wahnsinn Einhalt geboten wird und die Freude an der Musik wieder mehr an Bedeutung gewinnt.

In diesem Sinne, Gesundheit, Glück und die besten Wünschen an Euch alle!

Thomas Jung

Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin!

Juni 14th, 2007

Wer auf unsere Homepage gesehen hat, hat es sicherlich gelesen: Wir spielen am 28.072007 zur offiziellen Umbenennung der Straße Nr. 13 in “Frank-Zappa-Straße” zusammen mit unserem alten Weggefährten Napoleon Murphy Brock. Für uns sicherlich in mehrerlei Hinsicht ein besonders Ereignis.

Zum einen ist es uns natürlich eine Ehre hierzu eingeladen worden zu sein. Veranstalter ist ja das Orwohaus, Berlin (Europas größtes Probehaus für Musiker und Bands). Deren Arbeit halte ich, in einem kreativen Schmelztiegel, wie Berlin, für besonders wichtig. Für die “große Kultur” wird in der Bundeshauptstadt sicherlich viel Geld ausgegeben. Für den Aufbau junger, innovativer Künstler oft nicht. Da fangen die Probleme schon mit dem Proberaum an. Und da kann das Orwohaus auf mehreren Ebenen weiterhelfen (Proberaum, Promotion, Auftritte, etc.). Also eine Sache, die wirklich mehr Beachtung verdient und sie mittlerweile auch bekommt.

Für uns ist dieser Gig nach 15 Jahren Präsenz in Deutschland der ERSTE in Berlin. Viele Leute fragen, warum wir nicht in den großen Städten spielen (Hamburg, München, Berlin, etc.). Es ist trotz, bzw. gerade aufgrund des Überangebotes an Bands und Clubs wahnsinnig schwer Auftritte in den Städten und ein ausreichendes Publikum zu finden. Klingt komisch, ist es manchmal auch. Weil die Zuschauer sich ja auch entscheiden müssen, was sie sich anhören wollen. Also sind wir froh, dass Berlin für uns kein weißer Fleck mehr auf der Landkarte ist.

Dass wir so schnell mit Napoleon wieder auf der Bühne stehen, damit hatten wir nicht gerechnet. Aber wie die Dinge so laufen, hat es sich halt so ergeben. Danke auch hierbei an Thomas Dippel von der Arf Society für die Koordination und den Anruf!

Also, freuen wir uns riesig auf dieses Ereignis, dass wahrscheinlich ohne offizielle Anerkennung durch die Zappa-Familie stattfinden wird. Klar, wenn wir auch als “illegale” Coverband dort auftreten und Napoleon nachdem er bei ZPZ nicht mitwirkt, wieder offen für andere Zappabands ist. Schade, dass der Zappa Family Trust nach wie vor so “vernagelt” für den Rest der Welt ist. Aber wie sagte Zappa schon: “The universe works, whether we understand it or not!”. Bedeutet in diesem Fall: “The German Zappa fan community works, whether Gail understands it or not!”

Viele Grüße

Thomas

Sheik Yerbouti powered by Idstein

März 29th, 2007

Hallo Leute,

das war ja am Samstag schon eine sehr spannende Sache in der Scheuer in Idstein-Wörsdorf. Zweiter Auftritt in dieser Location und dann nach fast einem halben Jahr eine komplett umgestrickte Setliste, neue Übergänge und so weiter. Normalerweise jede Menge Gründe für Nervosität. Doch von der ersten Minute an schlug und die Sympathie des Publikums entgegen. Jede Menge strahlende Gesichter tanzender und mitsingender Menschen vor der Bühne sorgten direkt für ein wohliges Gefühl in der Magengrube.

Und in manchen Momenten war ich überrascht, wie leichtfüssig die Akteure auf und die Zuhörer vor der Bühne mit dem Songmaterial umgingen. Und auch die von einem Zuschauer ausgewürfelten ersten drei Zugaben. Alles war, als wäre es nie anders gewesen. Als wir dann zum Abschluß das wehmütige “Watermelon In Easter Hay” anstimmten, wußte jeder, dass damit alles gesagt war. Zumindest für diesen Abend!

Selten habe ich so eine kompakte Einheit aus Band und Publikum bei dieser Band erlebt und es ist mir noch nicht klar, was der Erfolgsfaktor dieses Abends war: Die Songauswahl und -reihenfolge, der kompakte Sound, die Menschen im Publikum oder vielleicht das Rauchverbot während der Show? Auch daran hielten sich Band und Publikum. Konzentration auf’s Wesentliche. Schließlich sagte Zappa ja auch nicht “Smoking is the best…” sondern “Music is the best…”!

Na, jedenfalls gibt es solche Abende, wie diesen nur selten, und es ist die Motivation, diesen Zauber wieder zu erleben, die einen jedes Mal wieder die Hände auf die Tasten legen läßt. Sheik Yerbouti powered by Idstein.

Danke dafür! Thank you very much for coming to the concert, we hope you enjoyed it, good night!

TJ

Die “illegale” Band meldet sich zu Wort!

März 13th, 2007

Hallo Leute,

hier sind die Geächteten. Die Band die schon seit 15 Jahren, das macht, was sie eigentlich nicht darf und das auch so macht, dass es den Zappas nicht würdig ist!